Camerata Koeln
Das Ensemble Camerata Köln spielt barocke und klassische Kammermusik mit einem Schwergewicht auf der Musik mit Holzbläsern.
Seit seiner Gründung im Jahre 1979 hat das Ensemble nicht nur in fast allen europäischen Ländern und auf den bedeutendsten Festivals für Alte Musik wie in Innsbruck, Brügge, Herne, Glasgow, Malmö konzertiert, sondern ist, zumeist in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, auch häufig in außereuropäischen Ländern wie Israel, Nord- und Südamerika, Indien, Türkei, Ägypten, Libanon und Jordanien zu Gast gewesen.
Die Gründungs-Idee, alte Kammermusik in virtuoser Beherrschung der historischen Instrumente und unter Beachtung aller stilistischer Kriterien zum Klingen zu bringen, dabei jedoch getragen von größtmöglicher Spontanität, Spielfreude und künstlerischer Eigenständigkeit, ist bis heute das von Publikum und Kritik immer wieder hervorgehobene besondere Merkmal dieses Ensembles.
Das Repertoire der Camerata Köln umfaßt neben kammermusikalischen Werken wie Sonaten, Trios, Quartette und Quintette mit und ohne Basso continuo auch virtuose Concerti für Bläser mit einfacher vollstimmiger Streicherbesetzung (oder z.B. die "Brandenburgischen Konzerte" Bachs in originaler Besetzungsstärke).
In den letzten Jahren hat sich das Arbeitsgebiet vor allem in Richtung auf Frühklassik und Klassik (mit dem entsprechenden Instrumentarium) erweitert. Besonderheit der Camerata Köln sind konzeptionelle, individuell erstellte Programme für besondere Themenstellungen (Festivals, Gedenkjahre etc.). Höhepunkte des Jahres 1996 waren die Aufritte im Großen Saal der Mailänder Scala mit allen sechs "Brandenburgischen Konzerten" und im Concertgebouw Amsterdam, beide gefolgt von begeisterten Kritiken. Auf dem Schallplattensektor war es vor allem die erstmalige Gesamteinspielung der "Essercizii musici" (4CD´s) von Telemann bei harmonia mundi (BMG), die 1996 in der internationalen Presse große Aufmerksamkeit erregt hat. Alle Mitglieder der Camerata Köln sind als Professoren und Dozenten an deutschen Musikhochschulen tätig (Frankfurt a.Main, Freiburg/Brsg., Köln). Fast alle unterrichten in der Abteilung "Historische Interpretationspraxis" an der Musikhochschule Frankfurt a.Main. Häufig geben die Mitglieder des Ensembles gemeinsame Workshops und Interpretationskurse (1997 z.B. beim Jerusalem Music Centre).
Freiburger Barockorchester
Eigentlich müsste das FBO den Barock längst aus seinem Namen entfernt haben. Denn Werke der Klassik, Romantik und Gegenwart gehören so sehr zum Repertoire der „Freiburger“, dass „Barock“ wie eine unnötige Einschränkung wirken mag.
Aber einerseits betrachten die Musiker die Werke des 17. und frühen 18. Jahrhunderts immer noch als ihr Stamm-Repertoire, andererseits hat sich mit dem internationalen Erfolg des Orchesters sein Name wie ein Markenzeichen eingeführt. Wie eine Marke für hohes spielerisches Niveau, für Experimentierfreudigkeit und Spielleidenschaft. Mit diesem Angebot spielen die „Freiburger“ ihre Musik in den großen Konzertsälen der Welt, häufig zusammen mit Künstlern wie René Jacobs, Ivor Bolton oder Trevor Pinnock, wie Cecilia Bartoli, Thomas Quasthoff, Andreas Staier, wie dem Arditti-Quartett, dem Orchestra of the Age of Enlightenment, dem ensemble recherche oder wie der Schauspielerin Jutta Lampe.
Ob mit Dirigent oder unter der eigenen künstlerischen Leitung von Gottfried von der Goltz oder Petra Müllejans: es ist inzwischen zum Prinzip geworden, Repertoire und Besetzungsstärke so offen wie möglich zu halten. So spielen die Freiburger aufwendige Opern und klein besetzte Kammermusik, barocke Concerti und groß besetzte romantische Sinfonien und in ausgesuchten Einzelfällen Werke der Gegenwart - im Stamm besetzt mit den 25 Gesellschaftern ihrer eigenen GbR.
Dass sich künstlerischer Anspruch und unternehmerische Risikobereitschaft erfolgreich vereinbaren lassen, zeigen die eigenveranstalteten Konzertreihen in Freiburg (Konzerthaus), Stuttgart (Liederhalle) und Berlin (Philharmonie) und findet seinen besonderen Ausdruck in der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem französischen Label harmonia mundi France.
La Stagione Frankfurt
Unter den führenden Ensembles für Alte Musik hat sich das Orchester LA STAGIONE FRANKFURT seit seiner Gründung 1988 einen unverwechselbaren Platz im internationalen Musikleben erwerben können. Unter der Leitung seines Gründers Michael Schneider werden thematisch individuell konzipierte Projekte in den Bereichen Oper, Oratorium und Sinfonik realisiert.
LA STAGIONE FRANKFURT arbeitet mit zahlreichen renommierten Solisten zusammen, wie z.B. den Sängern Ruth Ziesak, Ann Monoyios, Elisabeth Scholl, Claron Mc Fadden, Christoph Prégardien, Markus Schäfer, Olaf Bär und Gotthold Schwarz oder Instrumentalisten wie Steven Isserlis und Reinhold Friedrich. Regelmäßige Konzerttourneen führten das Ensemble auf bedeutende europäische Podien, wie z.B. Concertgebouw Amsterdam, Festival Oude Muziek Utrecht, Konzerthaus und Musikverein Wien, Alte Oper Frankfurt, Palau Barcelona, Palais des Beaux-Arts Brüssel, Göttinger und Hallenser Händel-Festspiele, Würzburger Mozartfest, Konzerthaus Baden-Baden, Gasteig München, Frauenkirche Dresden, Scala di Milano, Lufthansa Festival London, Haydnfestspiele Eisenstadt, Spring Festival Budapest u.v.a. Zahlreiche CD-Produktionen erschienen bei Delta Capriccio, Deutsche Harmonia Mundi, Koch-Classics und cpo.
LA STAGIONE FRANKFURT erhielt für seine Einspielung von Sinfonien F.I.Becks den "Preis der Deutschen Schallplattenkritik 4/2004" und für die Aufnahme des "Zauberwald" von F. Geminiani den Classica Award. Das Aufspüren vergessener Meisterwerke ist Michael Schneider ein besonderes Anliegen. Unter dem künstlerischen Motto "Unerhörtes hörbar machen" führt er immer wieder unbekannte Werke auf oder lässt populäre und gängige in einer unverbrauchten Klangsprache erklingen.
Im Mittelpunkt der Arbeit von LA STAGIONE FRANKFURT stehen Werke G. Ph. Telemanns, G. Fr. Händels, J. Haydns und anderer Komponisten der Frühklassik wie beispielsweise F.I.Beck, G. Benda und Simon Leduc. Außerdem gehören Aufführungen und Aufnahmen der Kompositionen von F.Geminiani, I. Holzbauer, der Bach-Söhne, A. Stradella und A. Scarlatti zum programmatischen Profil des Orchesters, ebenso gele-gentliche Projekte mit Musik des 20. Jahrhunderts (wie z.B. Karlheinz Stockhausens "Tierkreis" bei den Kasseler Musiktagen 2003 und den Tagen Alter Musik in Herne 2005)